Sankt Martin

Jede Gans hat ihren Martinstag oder

Die Martinsgans – ein traditionelles Festessen

Woher kommt die Tradition der Martinsgans?

Am 11. November ist Sankt Martin. Etwa 10 Millionen Gänse werden im Herbst in Deutschland verspeist. Der Legende nach geht die Tradition der Martinsgans auf ein bestimmtes Ereignis im Leben des heiligen Martins zurück. Im Jahr 371 sollte Martin auf großen Wunsch der Einwohner zum Bischof ernannt werden. Doch der bescheidene Martin wollte dieses hohe Amt nicht annehmen und versteckte sich in einem Gänsestall. Die Gänse schnatterten jedoch so laut, dass die Menschen darauf aufmerksam wurden und Martin im Gänsestall fanden. So konnte er letztendlich zum Bischof von Tours geweiht werden.

Der Brauch, am Martinstag Gänsebraten zu essen, hat jedoch noch einen anderen Hintergrund.

Am Martinstag endete das bäuerliche Wirtschaftsjahr, Löhne, Zinsen und Steuern wurden gezahlt, Tiere wurden geschlachtet. Die Zinsen wurden früher oftmals in Naturalien bezahlt, da viele Leute Gänse hielten und sie nicht durch den Winter gefüttert werden mussten, wurden diese häufig zum Begleichen der Steuer verwendet.